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Es werden Posts vom Februar, 2026 angezeigt.

Vom Skandal zum Krebsmedikament

Die Wiederentdeckung: Vom Schlafmittel zum Immunmodulator Eine faszinierende Story über eines der dunkelsten Kapitel der Pharmageschichte, das eine völlig unerwartete Wendung nahm. Dass ein Wirkstoff, der für schreckliche Fehlbildungen verantwortlich war, heute Leben rettet, gleicht fast einem medizinischen Krimi.

Dexamethason in der MM-Therapie

Dexamethason in der Therapie des Multiplen Myeloms Dexamethason ist ein hochwirksames synthetisches Glukokortikoid der Klasse der Fluorocorticoide, das seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Grundpfeiler in der Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) darstellt. Im Vergleich zum körpereigenen Cortisol weist es eine etwa 25- bis 30-fach höhere Rezeptoraffinität auf, bei nahezu fehlender mineralokortikoider Wirkung (Salzretention). Obwohl es formal der Gruppe der Steroidhormone angehört, fungiert es in den in der Onkologie üblichen hohen Dosierungen als direktes tumorzytotoxisches Agens gegen maligne Plasmazellen . Seine Rolle hat sich über die Jahre von einer suboptimalen Monotherapie hin zu einem essenziellen "Enabler" und pharmakokinetischen Verstärker in komplexen Kombinationstherapien gewandelt.

Immunmodulatoren in der MM-Therapie

Die Rolle der Immunmodulatoren in der Therapie des Multiplen Myeloms Teil I. Die Evolutionäre Rolle der Immunmodulatoren im Multiplen Myelom Die Immunmodulatoren (IMiDs), zu denen Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid zählen, stellen seit über zwei Jahrzehnten die unverzichtbare Basis nahezu aller modernen Therapieregime zur Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) dar. 1 Ihre zentrale Bedeutung leitet sich aus einem einzigartigen Wirkmechanismus ab, der auf der Modulation des Cereblon-E3-Ligase-Komplexes beruht, was sowohl zur direkten Apoptose-Induktion der Myelomzellen als auch zu signifikanten immunmodulatorischen Effekten führt. 2

Proteasom-Hemmer in der MM-Therapie

Proteasom-Inhibitoren in der Therapie des Multiplen Myeloms 1. Klinische Relevanz und kritische Unterscheidungsmerkmale der PIs Proteasom-Inhibitoren (PIs) haben sich als eine tragende Säule in der Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) etabliert. Sie stellen sowohl in der Erstlinientherapie (Newly Diagnosed Multiple Myeloma, NDMM) als auch im rezidivierten/refraktären Setting (Relapsed/Refractory Multiple Myeloma, RRMM) einen Standard dar. 1 Die wichtigsten klinisch verfügbaren PIs sind Bortezomib (Velcade®), Carfilzomib (Kyprolis®) und Ixazomib (Ninlaro®). 1 Diese Wirkstoffe werden aufgrund der erwiesenen synergistischen Effekte fast ausnahmslos in Kombination mit anderen Substanzklassen eingesetzt, typischerweise mit Kortison (Dexamethason) und immunmodulatorischen Substanzen (IMiDs) wie Lenalidomid. 1

Monoklonale Antikörper in der MM-Therapie

Monoklonale Antikörper in der Therapie des Multiplen Myeloms Teil I. Management Summary und Strategische Einordnung der Antikörpertherapie im Multiplen Myelom 1.1. Einleitung und Paradigmenwechsel in der MM-Therapie Die Therapie des Multiplen Myeloms (MM) hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel erfahren. Durch die Einführung neuer Substanzklassen, insbesondere der Proteasom-Inhibitoren (PIs) und Immunmodulatoren (IMiDs), sowie der monoklonalen Antikörper (mAbs), hat sich die Prognose der Patienten signifikant verbessert. 1 Monoklonale Antikörper sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Behandlungsstrategien und werden sowohl in der Erstlinientherapie (Induktion) als auch in der Therapie des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) eingesetzt. 2